Was ist ein Lokaler Aktionsplan (LAP)?
Ein Lokaler Aktionsplan ist ein konkretes, vor Ort ausgearbeitetes und umgesetztes Konzept, das Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor allem unter den jugendlichen Einwohnerinnen und Einwohnern stärken soll. Dazu arbeiten die Kommune und die lokalen Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft - von den Kirchen über Vereine und Verbände bis hin zu engagierten Bürgerinnen, Bürgern und Jugendlichen - eng zusammen. Sie entwickeln aufgrund der konkreten Problemlage in ihrem Wohngebiet, bzw. ihrem Stadtteil gemeinsam eine Strategie gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen vor Ort und setzen sie dann zusammen im Lokalen Begleitausschuss in Aktionen und Projekte um. So verhindert dieses dichte Netzwerk der demokratischen Kräfte, dass sich gefährliches Gedankengut unter den Kindern und Jugendlichen in der Region ausbreiten kann.
Welche Ziele hat der Lokale Aktionsplan Neukölln?
Der LAP Neukölln verfolgt drei Leitziele:
- Rechtsextreme bekommen keinen weiteren Zulauf von Jugendlichen
- Schulen und Jugendeinrichtungen arbeiten zusammen, um Jugendliche und Eltern zu stärken und um demokratische und partizipativ pädagogische Konzepte zu entwickeln und umzusetzen
- BürgerInnen von Neukölln entwickeln einen Grundkonsens für ein demokratisches, gewaltfreies und respektvolles Miteinander.
Die Leitziele werden in jedem Jahr vom Begleitausschuss mit aktuellen Mittler- und Handlungszielen untersetzt.
Wie arbeitet der Lokale Aktionsplan?
Einige der Ziele können durch eine Vernetzung der Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteure und die Nutzung vorhandener Ressourcen erreicht werden. Für andere Ziele werden eigene Projekte entwickelt. Vor Beginn einer jeden Förderperiode werden die aktualisierten Ziele und die jeweilige Schwerpunktsetzung des LAP veröffentlicht und die Träger und Vereine werden gebeten, Projektvorschläge einzureichen. Der Begleitausschuss entscheidet, welche der eingereichten Vorschläge aus Mitteln den LAP gefördert werden sollen.
Ein Netzwerk von Trägern und engagierten Personen für Demokratie und Toleranz
Der LAP Neukölln hat eine Laufzeit von September 2007 bis Dezember 2010. In dieser Zeit sind eine Vielzahl von Projekten zur Förderung von Demokratie und Toleranz in Neukölln entstanden, Träger der politischen Bildung, der kulturellen Bildung und der Jugendbildung haben sich engagiert, um das friedliche Miteinander der NeuköllnerInnen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweise zu fördern und rechtsextremistischen, rassistischen und andereren ausgrenzenden Einstellungen und Verhaltensweisen entgegen zu wirken. Auf dieser Website sind die Projekte dokumentiert. Wir wollen damit das Know-How dieser Träger für weitere InteressentInnen aus dem Bezirk (wie Schulen, Kirchengemeinden, Initiativen) sichtbar und abrufbar machen. Auch nach Beendigung der Laufzeit des LAP, sind die Personen und die Erfahrungen noch vorhanden. Dieses Potential lässt sich weiterhin nutzen. Zudem bieten wir allen demokratisch engagierten Akteuren die Möglichkeit, auf dieser Website Veranstaltungshinweise, Förderhinweise sowie Seminare und Fortbildungen einzustellen und abzurufen.
An wen kann ich mich wenden?
Wenn Sie mehr über die Lokalen Aktionsplan erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an die Bezirkliche Koordinierungsstelle. Die Bezirkliche Koordinierungsstelle wurde von der Abteilung Jugend des Bezirksamts Neukölln eingerichtet. Sie berät auch die AntragstellerInnen im Rahmen von Informationsveranstaltungen, telefonisch, per E-mail oder in einem persönlichen Beratungsgespräch.

